Über 200 Kinder, Jugendliche und Schulklassen beteiligten sich am Schreibwettbewerb
Meißen, 16. Mai 2012. In diesem Jahr startete das Literaturfest Meißen gemeinsam mit der Sparkasse Meißen erstmalig einen Schreibwettbewerb für Kinder, Jugendliche und Schulklassen. Diese waren aufgerufen, ihre selbst geschriebenen Gedichte und Geschichten bis zum 14. Mai einzusenden.
Von der Resonanz waren die Organisatoren sehr überrascht. Sven Mücklich, Sprecher des Literaturfest Meißen: „Insgesamt haben uns 218 Wettbewerbsbeiträge erreicht.
Mit einer so hohen Zahl an eingereichten Werken haben wir nicht gerechnet. Insgesamt füllen die Texte zwei dicke Ordner. Es freut uns sehr, dass Kinder und Jugendliche nach wie vor große Lust am Schreiben eigener Geschichten haben.“
Neben Gedichten, Kurzgeschichten, Erzählungen, Essays und Fabeln wurden auch außergewöhnliche Projekte eingereicht. „So haben wir beispielsweise von Lydia Strunz, sie ist Lehrerin am Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Riesa, ein Theaterstück erhalten. Dieses Stück haben die Schüler der 13. Klasse des Grundkurses Literatur gemeinsam entwickelt“, erzählt Sven Mücklich.
Bewertet werden jetzt die eingereichten Beiträge von einer fünfköpfigen Jury, bestehend aus Rolf Schlagloth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Meißen, Gabi Gal, Leiterin der Meißner Stadtbibliothek, Udo Lemke, Redakteur der Sächsischen Zeitung, Maike Beier, Literaturpädagogin und Sven Mücklich, Sprecher des Literaturfestes.
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Sächsische Zeitung am Montag, 14. Mai 2012
Schräge Kunstvögel auf der Albrechtsburg
Von Lilli VostryZum 11. Meißner Grafikmarkt kamen am neuen Ort 5 000 Besucher wie im Vorjahr.
Anfangs ein beschwerlicher, aber letztlich ein beflügelnder Aufstieg für alle Beteiligten wurde der 11. Meißner Grafikmarkt, der am vergangenen Wochenende erstmals in der Albrechtsburg stattfand. Es kamen rund 5000 Besucher. „Genauso viele wie letztes Jahr im Rathaussaal, doch diesmal waren es mehr wirklich Kunstinteressierte als Laufpublikum“, freute sich gestern Nachmittag Daniel Bahrmann, der Chef des veranstaltenden Meißner Kunstvereins.
Er sei erleichtert über die gute Resonanz nach dem kurzfristigen Umzug des diesjährigen Grafikmarktes aus dem Ratssaal des Rathauses in die Burg. Dort besuchte die Künstler auch Bürgermeister Hartmut Gruner nach der Panne seitens der Stadtverwaltung, die den für den Grafikmarkt reservierten Ratssaal doppelt vergeben hatte. Das sprach sich schnell herum in der Stadt und bescherte dem Kunstverein doch noch die erhoffte Aufmerksamkeit.
So tummelten sich die gezeichneten schrägen Vögel des Meißner Grafikers Kay Leonhardt, der auch das Grafikmarkt-Plakat gestaltete, mit ihren gewitzt-frechen Sprüchen in illustrer edler Gesellschaft mit den plastischen Bildnissen der einstigen Burgherren. Die von ihren Sockeln auf das neu dazugekommene, reichliche Kunstangebot schauten. Da blühte die Fantasie in vielerlei Form und Gestalt in den Arbeiten von rund 45 Künstlern aus Meißen und der Region zwischen Dresden, Leipzig und Halle, die ihre Arbeiten erstmals in der Großen Hofstube und im Großen Saal der Burg zeigten und zum Kauf anboten.
Erhellt von extra Scheinwerfern war auf Stellwänden, Tischen und in Mappen eine vielfältige Auswahl an Druckgrafik, von handillustrierten Grafiken, Zeichnungen, Aquarellen, Siebdrucken bis zu Fotografien und Künstlerbüchern, zu sehen. Neugierige und Sammler konnten mit den Künstlern ins Gespräch kommen und einige auch in Aktion erleben. Da trafen alte und neue Schönheitsideale in Bildern zwischen Wunsch und Realität aufeinander, in den prachtvollen Wandmalereien der Burgräume ebenso wie auf den von Bahrmann ausgestellten Fotografien aus der heutigen Mode- und Medienwelt.
Höhere Standgebühr?
Zum Grafikmarkt kommen 45 Künstler in die Albrechtsburg
Sächsische Zeitung vom 9.5.2012
Zum Grafikmarkt kommen 45 Künstler in die Albrechtsburg Der Kunstverein macht aus der Not eine Tugend: Was als Ausweichquartier gedacht war, könnte sich als große Chance erweisen.
Daniel Bahrmann hat heute einen Termin im historischen Rathaus. Wegen des diesjährigen Grafikmarktes. Am Vormittag wird der Chef des Meißner Kunstvereins dort ein vier mal einen Meter großes Banner anbringen, das auf den Meißner Grafikmarkt an diesem Wochenende hinweist. Denn die elfte Ausgabe dieser Veranstaltung findet erstmals auf der Albrechtsburg statt. Mehr lesen »
45 Künstler haben sich in Meißen angesagt. Sie wollen ihre neuesten Arbeiten vorstellen und dem Publikum zum Kauf anbieten. An beiden Tagen des Wochenendes präsentieren sie sich von 10 bis 18 Uhr in der Großen Hofstube und im Großen Saal im ersten Stock der Burg. Diesen Bereich können Gäste auf der Albrechtsburg erreichen, ohne Eintritt bezahlen zu müssen.
Die Albrechtsburg verleiht dem Grafikmarkt Gewicht, ist Daniel Bahrmann überzeugt: Die historischen Wandmalereien zur sächsischen Geschichte in der Burg und die moderne Kunst, die an diesem Wochenende hier präsentiert wird – das ist eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht“, erklärt der Chef des Meißner Kunstvereins.
„Kunst ist ja kein Schnäppchenmarkt“
Daniel Bahrmann veranstaltet den Meißner Grafikmarkt erstmals in der Albrechtsburg
MEISSEN Er ist kein leichter Fall, der Meißner Grafikmarkt. Im Jahre 2007 belebte ihn Kunstvereinschef Daniel Bahrmann nach mehrjähriger Pause neu. Die Veranstaltung etablierte sich im Rathaussaal. Doch der war dieses Jahr nicht frei. Am 12. und 13. Mai präsentieren und verkaufen Künstler nun erstmals ihre Grafiken in der Albrechtsburg. Wie die Chancen stehen, ähnlich dem Vorjahr 5.000 Besucher anzulocken, fragte das SonntagsWochenBlatt den umtriebigen Organisator.
SWB: Wie viele graue Haare sind Ihnen dieses Jahr bei der Vorbereitung des Grafikmarkts gewachsen?
D. Bahrmann: Keine. Aber der Stress war besonders groß, weil wir das Problem hatten, kurzfristig nicht in den Rathaussaal hineingekommen zu sein. Im Januar mussten wir anfangen, einen neuen Standort zu suchen. Und das hat bis März gedauert. Diese Zeit ist uns verloren gegangen, um langfristig Künstler einzuladen.
Sie sprechen den Rausschmiss des Grafikmarkts aus dem Rathaus an. Trotz des feststehenden Termins hat die Stadtverwaltung einer anderen Veranstaltung den Vorzug gegeben. War die Realisierung des Grafikmarkts vorübergehend in Gefahr?
Ja, eindeutig. Wir haben überlegt, ob wir ihn überhaupt machen können. Es stand nicht von Vornherein fest, dass wir ihn auf der Albrechtsburg umsetzen können. Die ist so weit weg und so weit oben, dass wir mehr Werbung machen müssen, damit die Leute die Veranstaltung finden. Es ist wesentlich aufwendiger und teurer. Die beiden Male im Rathaussaal waren erfolgreich, und wir waren mittendrin im Geschehen. Das sind wir jetzt nicht. Die Albrechtsburg ist ein Museum. Die große Hofstube ist relativ dunkel, man kann nicht beliebig Licht anschalten. Aber sie hat große Fenster, und wir helfen uns in dunklen Randbereichen mit zusätzlichen Standleuchten.
Wie viele Alternativstandorte kamen infrage? Mehr lesen »
Die Albrechtsburg war die einzige Alternative, die machbar war. Die Fläche musste groß und frei sein.
MEISSENS kultureller HÖHEPUNKT im Mai
Diese Woche startete eine große Plakat-Aktion für den Meißner Grafikmarkt, der am 12. und 13. Mai in der Albrechtsburg stattfinden wird. Kay Leonhardt (der hat das Plakat gemacht) und Daniel Bahrmann (der organisiert den Grafikmarkt) halten die handgedrucken Holzschnitte in Meißen vor der Albrechtsburg für ein Pressefoto hoch.
Dabei bietet Meißen ein tolles Veranstaltungswochenende am 12. und 13. Mai in Meißen:
Töpfermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt,
Grafikmarkt in der Albrechtsburg
und Frühlingsfest mit Autogala im Gewerbegebiet Zaschendorf!
“Traditionelle Verkündigungsdarstellungen an Maria im Spiegel der Zeit”
Am Donnerstag, den 3.Mai 2012, findet um 19.30 Uhr ein Bildervortrag im Meißner Kunstverein statt.
Die Berliner Kunsthistorikerin, Dr. Sabine Hannesen, spricht über „Traditionelle Verkündigungsdarstellungen an Maria im Spiegel der Zeit“.
Gezeigt werden repräsentative Arbeiten aus verschiedenen Kunstgattungen. Die Referentin stellt an hand ausgewählter Beispiele deren Entstehungsgeschichte vor und zeigt die großen Veränderungen, denen dieses Thema im Laufe der Jahrhunderte unterzogen wurde.
Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „empfangen“ statt, die im Kunstverein Meißen, der Evangelischen Akademie und der Katholischen St. Benno Kirche noch bis zum 31. Mai läuft.
Die Ausstellung macht deutlich, in wie weit sich zeitgenössische Künstler von den Vorlagen der Kunstgeschichte inspirieren ließen und sie als Vorlage für ihre Werke nutzen oder ikonografisch neue Wege beschreiten.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zum Gespräch.
Dr. Sabine Hannesen, Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung, Initiatorin des AVE MARIA-Projektes
Der Elefant im Porzellanladen
In meiner Kindheit besuchten meine Mutter und ich einmal im Jahr eine Tante, die – wie die Verwandtschaft tuschelte – schon bessere Zeiten gesehen hatte.
Ihr Mann und ihr einziger Sohn waren im Krieg geblieben, die kleine Fabrik war enteignet worden.
So saßen wir dann – immer ein wenig beklommen – in ihrem schönen bürgerlichen, den verblassenden Reichtum ausstrahlendem Wohnzimmer an einem reich mit Schnitzereien verzierten Tisch, der mit Meissner Porzellan eingedeckt war, dass meine Mutter so liebte, aber das für sie unbezahlbar und damit unerreichbar war. Also tröstete sie sich mit dem sammeln von Sammeltassen.
Seit diesen Besuchen sind mir die „Blauen Schwerter“ vertraut und immer ein wenig mit dem Nimbus des Geheimnisvollen umgeben.
Daran musste ich denken, als ich las, dass die Porzellan- Manufaktur Meissen Mitte Oktober 2010 als “unverkäuflich” eingestufte Ware laut auf dem Firmengelände zerstört hatte.
Offensichtlich gibt es einen betriebseigenen Elefanten im Meissner Porzellanladen.
Die Erklärung des Manufakturchef Kurtzke:“ Die Maßnahme sei ein weiterer, entscheidender Schritt im Rahmen des Strukturwandels und bei der Sanierung des Traditionsunternehmens”, hätte meine Mutter empört.
Ich habe sie unter Ulk verbucht, wobei mir an der Sanierung des Traditionsunternehmens viel liegt.
Inzwischen sind über 200 Mitarbeiter entlassen worden und in Mailand wurde vor ein paar Tagen mit Millionenaufwand eine „Villa Meissen „eröffnet, die der Welt die Blauen Schwerter näher bringen soll.
Da kann ich nur die Daumen drücken, dass der Verkauf und der Absatz des Meißner Porzellans, die Unkosten decken. Denn ansonsten würden die Verluste den sächsischen Steuerzahler drücken. Fast 10 Millionen € Steuermitteln sind bis jetzt in diesen Staatsbetrieb geflossen.
Umso mehr ärgert mich, dass sich der betriebseigene Elefant auch in der Stadt und der Region Meißen zu schaffen macht.
In einem jahrelangen juristischen Streit verbietet die Porzellan-Manufaktur Meissen anderen Porzellanherstellern und Porzellankünstlern in Meißen die Kennzeichnung „ Meissen/Germany“ zu verwenden. Erstaunlich , dass sich die Stadt noch so nennen darf.
Das ausgerechnet ein Staatsbetrieb den künstlerischen Mittelstand in Meißen so massiv ausbremst ist ein politischer Skandal und beschädigt den guten Ruf des Meißner Porzellans- nicht nur des Porzellans mit den „Blauen Schwertern“.
Am Freitag war ich zur Eröffnung der fantastischen Porzellanausstellung der Gruppe “Weißer Elefant“.
Der große Ansturm begeisterter Besucher überraschte selbst Andreas Ehret, Olaf Fieber, Gudrun Gaube, Silvia Klöde und Sabine Wachs , die sich zu einer Künstlergruppe zusammengeschlossen haben, um gemeinsam auf ihre künstlerischen Porzellanarbeiten und die Porzellanstadt Meißen aufmerksam zu machen.
Denn Porzellan und Meißen sind mehr als nur die Manufaktur, die sich lieber phantasiereich und innovativ dem Wettbewerb stellen sollte, als andere mit juristischen Mitteln zu blockieren.
Porzellan ist schon genug zerschlagen worden. Oder?
Heinz Eggert, 29.04.2012
Meine Damen und Herren, liebe Freunde !
Ich freue mich, dass ich zur Eröffnung der Gruppenausstellung „Weißer Elefant” eingeladen wurde, obwohl mich auf der Einladung der Gruppenname irritierte.
Elefant und eine Porzellanausstellung.
Wer der Bildersprache mächtig ist – und ich kann mir heute Abend im Publikum keinen ohnmächtigen vorstellen – ahnt welches Bild in mir auf kam.
Natürlich-der Elefant im Porzellanladen! Was hier zunächst einmal noch nichts heißen muss.
Denn ein Elefant kann auch sehr gutmütig und brav sein und muss beileibe nicht so viel Porzellan zerschlagen, wie mancher Geschäftsführer. Vielleicht ist aber auch schon so viel Porzellan zerschlagen worden, dass man eine Künstlergruppe „Weißer Elefant“ braucht, die einen wahren künstlerischen Wettbewerb und Ideensturm mit einem Material entfacht, das einzig und immer wieder durch das Feuer geboren wird: Porzellan.
Die gebrannte künstlerische fassbare und anfassbare Dreidimensionalität. Das Ganze noch in einer Stadt, die zu Recht die Stadt des Porzellans ist und sich noch so lange Meißen nennen darf, bis dagegen geklagt wird.
Es tut den Künstlern, den Besuchern und der Stadt gut, wenn Vielfalt gegen Einfalt gesetzt wird und wenn man das ganze vorhandene innovative und künstlerische Spektrum in Meißen –rund um das Porzellan wahrnehmen kann – nicht in beschränkender Konkurrenz zu einander sondern in einem Wettbewerb innovativer und phantasievoller Gestaltungsmöglichkeiten.
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Daniel Bahrmann
Kultur & Design in Meißen
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- 11. Meißner Grafikmarkt 2012
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